Washington - "Wir haben zwei Ziele im Südirak getroffen", sagte der Sprecher des Ministeriums, Bryan Whitman. Es habe sich bei den Angriffen jedoch nicht um eine direkte Reaktion auf Berichte aus dem Irak gehandelt, nach denen am Tag zuvor ein unbemanntes US-Aufklärungsflugzeug abgeschossen worden sei. Weniger als ein Dutzend Maschinen hätten den Angriff in der Nacht (Ortszeit) geflogen und seien heil zu ihren Basen zurückgekehrt.
Bei den Zielen habe es sich um Einrichtungen der irakischen Luftabwehr gehandelt, von denen aus Kampfflieger geleitet würden, sagte Whitman. Eines der Ziele sei ein Kontrollturm gewesen. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte erst vor wenigen Wochen die Weiterentwicklung der irakischen Luftabwehr kritisiert. Im Februar hatten die USA und Großbritannien Ziele südlich von Bagdad beschossen.
Die USA behielten sich das Recht vor, auf die anhaltenden Angriffe des Iraks nach eigener Entscheidung zu reagieren, sagte Whitman. Amerikanische und britische Aufklärer und Kampfflugzeuge überwachen seit dem Ende des Golf-Kriegs 1991 zwei Flugverbotszonen im Süden und Norden des Landes. Die zum Schutz der kurdischen und schiitischen Minderheit eingerichteten Zonen werden vom Irak nicht anerkannt.
Das irakische Informationsministerium teilte mit, es lägen ihm keine Berichte über einen Angriff vor. Den Abschuss des Aufklärungsflugzeuges feierten die staatlichen Medien des Irak am Dienstag als durchschlagenden Erfolg gegen die USA. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte in Washington, es sei unklar, ob der Absturz der Maschine durch Beschuss oder einen technischen Fehler verursacht sei.
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