Durban - Die südafrikanische Außenministerin und Konferenzpräsidentin Nkosazana Dlamini-Zuma teilte mit, im Hauptausschuss habe man die Streitpunkte ausgeräumt.
Über beide Texte muss noch die Vollversammlung abstimmen. Die unterschiedlichen Auffassung zu beiden Themen hatten bis zuletzt einen erfolgreichen Abschluss der Konferenz blockiert, die am Freitag kurzfristig verlängert worden war. Seit dem frühen Samstagmorgen hatten die Delegierten versucht, sich auf eine von allen akzeptierte Abschlusserklärung zu einigen.
Nach einer Nachtsitzung der Arbeitskreise liegen ihnen nunmehr eine Abschlusserklärung und ein Aktionsprogramm vor. Kanada, Pakistan, Indien und andere Länder trugen Vorbehalte gegen einzelne Punkte der Erklärung vor.
Einen Durchbruch hatte es am frühen Morgen bei der strittigen Frage einer Entschuldigung der Europäer für Sklaverei und Kolonialzeit gegeben. Sklaverei wird darin als Verbrechen gegen die Menschheit gewertet, mit dem Zusatz "und hätte es immer sein sollen". In der gefundenen Kompromissformel wird anerkannt, dass Sklaverei und vor allem der transatlantische Sklavenhandel eine "Tragödie der Menschheitsgeschichte" gewesen ist.
Der südafrikanische Präsident Thabo Mbeki leitet nicht mehr wie geplant die Abschlussveranstaltung. Er ist zur Beerdigung seines Vaters abgereist.
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