Washington - Der Ägypter Mohammed Atta, 33, der am 11. September vermutlich das erste der beiden Flugzeuge in das World Trade Center in New York steuerte, hatte nach einem Bericht der "Washington Post" mit einigen, als mutmaßlichen Gefährten Bin Ladens verdächtigten Personen, die in Deutschland lebten oder auf der Durchreise durch Deutschland waren, "telefonisch, durch persönliche Begegnung oder gemeinsame Mitgliedschaft in islamischen Clubs" Kontakt. Die Zeitung beruft sich auf hohe deutsche Justizvertreter.
Zwischen Atta und dem anderen mutmaßlichen Flugzeugentführer Marwan al-Schahi habe es unter anderem auch Verbindungen zum syrischen Geschäftsmann Mamun Darkasanli gegeben. Darkansali gehört zu den 27 Personen und Firmen, deren Konten in den USA eingefroren wurden.
US-Präsident George W. Bush hatte am Montag angeordnet, sämtliche Konten Bin Ladens und seiner Organisation al-Qaida einzufrieren. Auf der Liste der 27 Betroffenen steht auch die Import-Export-Firma Darkasanlis.
Nach Angaben der deutschen Justizbehörden reichten die bisherigen Ermittlungsergebnisse noch nicht aus, um diejenigen, die Kontakte mit den mutmaßlichen Flugzeugentführern hatten, festzunehmen und vor Gericht zu bringen. Es lägen ihnen auch noch keine Beweise vor, dass die Kontaktpersonen Bin Ladens an der Planung der Anschläge in den USA vom 11. September direkt beteiligt waren. "Wir kennen die Quelle, aber noch nicht alle Details", wurde ein hoher Geheimdienstler in der Zeitung zitiert. Die Schwere des Anschlags und alles andere trage "die Fingerabdrücke Bin Ladens".
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