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17.11.2001
 

Franzosen im Krieg

Mirage-Jäger sollen Terroristenhöhlen bombardieren

Frankreich verstärkt sein militärisches Engagement in Afghanistan. An der Seite der Amerikaner würden in Kürze Kampfflugzeuge eingesetzt, kündigte Präsident Jacques Chirac am Freitagabend in einer landesweiten Rundfunk- und Fernsehansprache an.

Paris - Nach Angaben aus französischen Regierungsquellen vom Samstag werden zunächst acht Kampfflugzeuge des Typs Mirage 2000 entsandt. Sie sollen sich an Bombardements auf Verstecke oder Höhlen der Terroristen in den Bergen beteiligen. Bislang hat Frankreich Aufklärungsflugzeuge und Transportmaschinen für Afghanistan abgestellt.

Die Militäraktion gegen die Terrororganisation El Kaida müsse so lange fortgesetzt werden, bis das Zentrum des Terroristennetzes und speziell Osama bin Laden ausgeschaltet sei, sagte Chirac. Das Taliban-Regime, das die Terroristen unterstützt habe, sei zerstört. "Aber die Krise in Afghanistan ist noch nicht geklärt." Vordringlich sei deshalb eine politische Lösung. Begleitet von den Vereinten Nationen müsse eine Übergangsregierung geschaffen werden, die das gesamte afghanische Volk repräsentiere.

Zum nordafghanischen Flughafen von Masar-i-Scharif werde eine humanitäre Luftbrücke mit Beteiligung französischer Flugzeuge eingerichtet, sagte Chirac. Die ersten etwa 60 französischen Elite-Soldaten sind bereits nach Afghanistan unterwegs. Sie sollen nach Worten Chiracs im Rahmen einer internationalen Aktion einen humanitären Hilfseinsatz vorbereiten und absichern.

Bis kommenden Dienstag solle die Zahl der Soldaten auf 200 bis 250 steigen, sagte Verteidigungsminister Alain Richard am Samstag im Rundfunksender Europe 1. Sie sollen den durch US-Bombardements beschädigten Flugplatz von Masar-i-Scharif für die Hilfseinsätze herrichten. Eine Gruppe von US-Pionieren werde die Gegend von Minen räumen. 200 jordanische Soldaten würden ein provisorisches Krankenhaus errichten.

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