Washington - Besondere Vorsicht sollte zumindest bis zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan Mitte Dezember gelten. Je weiter der 11. September zurückliege, desto größer sei die Neigung, in der Wachsamkeit nachzulassen. Es war die dritte Sicherheitswarnung der Bundespolizei FBI seit den Anschlägen im September und den Milzbrand-Briefen im Oktober.
Der Umfang und die Natur der Drohungen, die US-Behörden in aller Welt auffingen und analysierten, habe ein Niveau erreicht, das die neue Warnung nötig mache, sagte Ridge am Montag im Weißen Haus. Die Warnung basiere auf "glaubhaften" Drohungen. Nähere Angaben machte Ridge nicht. Mit der Warnung werden 18.000 Polizisten im ganzen Land in höchste Alarmbereitschaft versetzt.
Ob mit den beiden vorangegangenen Terrorwarnungen geplante Attacken abgewendet wurden, ist nicht bekannt. Beobachter kritisierten die wenig spezifischen Warnungen, weil sie lediglich Angst schürten.
Wie der Direktor des Zentrums für Seuchenkontrolle und Vorbeugung, Jeffrey Koplan, mitteilte, sind vermutlich Zehntausende Briefe mit den Milzbrand-Erregern verseucht worden, als sie durch Postanlagen liefen, die bereits zuvor kontaminiert waren. Diese so genannte Kreuzkontaminierung sei ein großes Problem. Es sei schwer abzuschätzen, wie groß die Gefahr durch solche Briefe sei, sagte Koplan. Es gibt Hinweise, dass eine 94-jährige Frau aus Connecticut Opfer eines auf diese Weise verseuchten Briefs wurde.
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