Chaman - Paschtunische Stammesverbände hätten etwa 30 Kilometer nördlich von Kandahar Stellungen der radikal-islamischen Taliban bei Schahwali Kot angegriffen, meldete die afghanische Nachrichtenagentur AIP. Die Angriffe seien zurückgeschlagen worden, so die Agentur unter Berufung auf Taliban-Kreise weiter. Dutzende Stammeskämpfer seien getötet, zwei Kämpfer gefangen genommen worden. Unabhängige Berichte über die Kämpfe lagen jedoch nicht vor.
Bei den Angreifern handelt es sich nach Angaben von AIP um Truppen des Paschtunen-Führers Hamid Karzai, der auf der Bonner Afghanistan-Konferenz als möglicher Chef einer Übergangsregierung in Kabul genannt wird.
Die Vereinigten Staaten setzten unterdessen ihre massiven Luftangriffe auf Kandahar fort. Bei den Bombardements wurde AIP zufolge in der Nacht auf Dienstag eine Krankenstation in Kandahar getroffen. Vier Menschen seien getötet worden. US-Kampfjets hätten zudem Ziele in der Region Tora Bora und in der Provinz Paktia südlich und östlich der Stadt Dschalalabad angegriffen. Berichte über Opfer oder Schäden lagen nicht vor. Die USA halten es für möglich, dass sich der muslimische Extremist Osama Bin Laden in der Region Tora Bora versteckt, wo angeblich ein unterirdisches Höhlensystem existiert.
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