Kabul - Die fehlgeleitete 900-Kilogramm-Bombe vom Typ JDAM hatte nördlich der umkämpften Taliban-Hochburg Kandahar sowohl Teile der eigenen als auch Teile der Truppen Karzais getroffen. Dies bestätigte das Pentagon. Karzai, auf den sich die Afghanistan-Konferenz auf dem Petersberg bei Königswinter als Chef einer Interimsregierung geeinigt hat, sagte dem britischen Fernsehsender Channel 4, er sei in Sicherheit.
"Mir geht es gut", sagte Karzai dem US-Sender CNN, "ich habe nur eine Schramme im Gesicht. Es ist Gottes Wille."
Konteradmiral John Stufflebeem erklärte in Washington, die Bombe sei etwa 100 Meter von den Soldaten entfernt eingeschlagen. Seinen Angaben zufolge ist ein Mensch erst 1300 Meter von der Einschlagstelle entfernt vor der Bombe sicher. Den genauen Ort des Unglücks wollte Stufflebeem nicht nennen. Auch ist nicht klar, ob das Steuerungssystem der Bombe nicht richtig funktionierte oder die Zielkoordinaten falsch eingegeben wurden.
Victoria Clarke, Sprecherin des Pentagon, sagte, bei der Explosion der fehlgeleiteten Bombe seien zwei US-Soldaten sofort getötet worden. Ein dritter sei auf dem Weg ins Lazarett ums Leben gekommen. Bereits am 25. November kam bei einem Aufstand von Taliban-Gefangenen bei Masar-i-Scharif der CIA-Agent Johnny Spahn ums Leben.
Über den Grund des amerikanischen Fehlschlags verlautete aus dem Pentagon nichts. Es ist unklar, ob die satellitengesteuerte Bombe durch eine Fehlprogrammierung oder durch einen technischen Defekt die eigene Truppe traf.
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