Washington - Das "Amt für strategische Einflussnahme" war nach den Anschlägen vom 11. September geschaffen worden. Es sollte über die üblichen Propagandamethoden hinaus verstärkt dafür sorgen, dass die öffentliche Meinung auch in verbündeten Staaten den Amerikanern wohlgesonnen wäre. Dazu sollten Auslandsmedien gezielt mit Falschmeldungen gefüttert werden.
Über die Pläne des beim Pentagon angesiedelten Amtes hatte die "New York Times" berichtet. Sie hatten eine heftige Kontroverse ausgelöst. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld nannte diese Darstellung vor der Presse nun "völlig daneben". Gleichzeitig verkündete er die Schließung des Amtes an. Es sei durch die negativen Schlagzeilen so beschädigt, dass es nicht effektiv arbeiten könne.
Geplant gewesen war, dass das Büro Aufgaben übernehmen hätte sollen, die bisher vor allem vom Außenministerium erfüllt wurden. Auch Kritiker innerhalb des Pentagon hatten befürchtet, dass die Tätigkeit des neuen Büros die Glaubwürdigkeit von Informationen hätte untergraben können, die vom Öffentlichkeitsamt des Verteidigungsministeriums herausgegeben werden.
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