Kairo - Über entsprechende Pläne der USA berichtete die arabische Zeitung "Al- Hayat" am Sonntag unter Berufung auf diplomatische Quellen. Außer einem kurdisch-turkmenisch-assyrischen Bundesstaat nördlich des 36. Breitengrades solle es einen arabisch-sunnitischen Bundesstaat in der Landesmitte und einen schiitischen Bundesstaat im Süden geben.
Die Bundesregierung in Bagdad, an der Vertreter aus dem Norden und Süden entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil vertreten sein sollten, werde für die Außenpolitik, die Verteidigung und das Öl verantwortlich sein, hieß es.
Diese Pläne habe die Regierung von US-Präsident George W. Bush bereits mit einigen Nachbarn des Irak diskutiert. Vor allem die Türkei gelte in Washington als strategisch wichtiger Bündnispartner für die Umsetzung der amerikanischen Pläne zum Sturz der Regierung in Bagdad.
Der jordanische Außenminister Marwan el Muascher erklärte auf Anfrage der Zeitung, seine Regierung sei in derartige Pläne nicht eingeweiht worden. Er sagte: "Die Frage des (politischen) Systems ist allein die Verantwortung des irakischen Volkes, und es ist nicht möglich, von außen einen Regimewechsel herbeizuführen. Dies ist eine interne Angelegenheit, und wir mischen uns nicht in irakische Angelegenheiten ein."
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