Washington - Der CIA sei in der Anweisung bereits zu Beginn dieses Jahres auch ermächtigt worden, zur Gefangennahme Husseins tödliche Gewalt anzuwenden, schrieb der renommierte US-Journalist Bob Woodward am Sonntag in der "Washington Post" unter Berufung auf "informierte Kreise". Bush hatte den Sturz Husseins, wenn notwendig auch mit militärischer Gewalt, wiederholt zum Ziel erklärt. Er äußerte sich bislang jedoch nicht detailliert dazu, wie er dies erreichen wollte.
Dem Zeitungsbericht zufolge erteilte Bush dem CIA umfassende Vollmachen zum Sturz des irakischen Präsidenten. Aufgeführt wurden die Unterstützung oppositioneller Gruppen innerhalb und außerhalb des Iraks mit Geld, Waffen, Ausbildung und geheimdienstlichen Informationen. Als weiterer Schritt wurden verstärkte Bemühungen zum verdeckten Sammeln von Informationen in der irakischen Regierung, beim Militär, den Sicherheitsdiensten und in der Bevölkerung genannt.
Möglich sei auch die Entsendung von Spezialkommandos des CIA und der Armee, wie sie in Afghanistan nach dem 11. September eingesetzt worden seien, berichtete die "Washington Post" weiter. Die Spezialkommandos seien ermächtigt, Hussein zu töten, wenn sie in Notwehr handelten. Ein CIA-Sprecher habe es abgelehnt, den Zeitungsbericht zu kommentieren, hieß es in dem Bericht.
Bush hatte den Irak zusammen mit dem Iran und Nordkorea als "Achse des Bösen" bezeichnet und ihm vorgeworfen, nach Massenvernichtungswaffen zu streben. Damit hatte er Vermutungen ausgelöst, der Irak könnte nach Afghanistan das nächste Ziel in dem von Bush ausgerufenen Kampf gegen den internationalen Terrorismus sein.
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