Tel Aviv - Der israelische Rundfunk meldete am Sonntag, die israelische Militärführung rechne mit einem Beginn des US-Angriffs auf den Irak noch vor November.
In einem Gespräch mit dem israelischen Rundfunk sagte Generalstabschef Jaalon am Sonntag, er beziehe sich dabei sowohl auf die Verteidigung der Zivilbevölkerung als auch auf einen möglichen Rückschlag. "Wir haben genug Gasmasken für alle Bürger unseres Landes", sagte Jaalon. "Die andere Seite weiß sehr wohl, wozu Israel fähig ist, wenn es angegriffen wird."
Auf die Frage, ob Israel im Fall eines Angriffs automatisch zurückschlagen sollte, meinte der Generalstabschefs: "Wir müssen dies abwägen." Während des letzten Golfkriegs vor zwölf Jahren hatte Israel nicht auf irakische Angriffe mit insgesamt 41 Scud-Raketen reagiert, um die Allianz der arabischen Staaten mit den USA nicht zu gefährden. Dies habe der israelischen Abschreckung geschadet, betonte Jaalon. Dennoch könne man nicht generell sagen, dass die damalige Entscheidung falsch war.
Palästinensergebiete abgeriegelt
Die israelische Armee hat die Palästinensergebiete am Sonntag vor Beginn des hohen jüdischen Feiertags Jom Kippur erneut vollständig abgeriegelt. Der israelische Rundfunk meldete, die Maßnahme sei um 6 Uhr Ortszeit in Kraft getreten. Die totale Sperre solle bis Dienstagmorgen andauern. Die Armee habe erneut betont, die Reise israelischer Staatsbürger in die Palästinensergebiete sei "verboten und gefährlich".
Bereits am Samstag hatte die Armee die Blockade der palästinensischen Städte aufrecht erhalten und es den Einwohnern auch nicht ermöglicht, sich für den nächsten Tage mit Lebensmitteln einzudecken.
Jom Kippur, der Fastentag, an dem sich die gläubigen Juden mit Gott und ihren Mitbürgern aussöhnen, gilt als der höchste Feiertag im jüdischen Kalender. Nach Angaben des israelischen Armeesenders liegen zahlreiche Geheimdienstwarnungen vor Anschlägen auf israelische Siedlungen am Jom Kippur vor.
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