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01.10.2002
 

9/11-Anschläge

USA sollen Mossad-Warnungen ignoriert haben

Die amerikanische Aufklärung rückt in immer schlechteres Licht. Agenten des israelischen Geheimdienstes sollen Selbstmordattentäter Mohammed Atta und mindestens zwei weiteren Terroristen dicht auf den Fersen gewesen sein. Dann kam ihnen die US-Spionage-Abwehr dazwischen.

Hamburg - Mossad-Agenten sollen sich in Florida, wo Atta und seine Mittäter Flugstunden nahmen, in unmittelbarer Nähe der Extremisten einquartiert haben. Die Wohnungen der Mossad-Leute sollen sich in einer Kleinstadt im Sonnenstaat befunden haben. Dann seien die Israelis im Juni 2001 von der amerikanischen Spionage-Abwehr enttarnt und des Landes verwiesen worden, berichtet die "Zeit".

Nach Informationen der Wochenzeitung sollen die Nachrichtendienste in den USA mehrere Monate vor den Anschlägen vom 11. September 2001 entsprechende Warnungen des israelischen Geheimdienstes ignoriert haben.

Israel habe die USA vor Terroraktivitäten gewarnt. Dies sei nicht ernst genommen worden. Der Mossad habe den US-Behörden daher eine Liste mit Namen von Verdächtigen übergeben, die sich zur Vorbereitung von Attentaten in den Vereinigten Staaten aufhielten. Erst kurz vor den Anschlägen seien US-Ermittler aktiv geworden und hätten nach zwei der 19 Attentäter gefahndet.

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