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01.11.2002
 

Attentate auf Bali

Al-Qaida soll Anschläge mitgeplant haben

Osama Bin Ladens Terror-Netzwerk al-Qaida soll tiefer in die Bombenanschläge auf Bali verstrickt sein als bisher angenommen. Einem Zeitungsbericht zufolge haben von der al-Qaida trainierte Bombenbauer eine wichtige Rolle bei dem Attentat gespielt.

Kuta nach der Bombenexplosion: 184 Tote und mehr als 300 Verletzte
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AP

Kuta nach der Bombenexplosion: 184 Tote und mehr als 300 Verletzte

Hamburg - Mohammed Mansur Jabara, ein von US-Behörden inhaftierter al-Qaida-Mann, soll die Information über das Bomben-Team an die Ermittler weitergegeben haben. Das berichtet die "Financial Times". Jabara und ein weiterer al-Qaida-Terrorist namens Saad sollen demnach im Januar mit Mitgliedern der radikal-islamischen Jemaah Islamiyah (JI) in Thailand zusammengetroffen sein. Die JI wird bisher für die Anschläge auf Bali verantwortlich gemacht, bei denen 184 Menschen starben.

Unterdessen hat die indonesische Polizei nach offiziellen Angaben einen der drei Männer identifiziert, die hinter den Anschlägen auf der Ferieninsel stehen sollen. Es seien vier Spezialeinheiten der Polizei mit der Fahndung nach dem Mann beauftragt worden, sagte der Chefermittler Made Mangku Pastika am späten Donnerstagabend dem australischen Fernsehsender ABC. Bei den Bombenanschlägen in Kuta waren am 12. Oktober 184 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen ausländische Touristen, darunter sechs Deutsche.

Die indonesische Polizei hatte am Mittwoch drei Phantombilder von Männern im Alter zwischen 20 und 30 Jahren veröffentlicht, die möglicherweise zu einer Gruppe von zehn Personen gehören, die für die Anschläge verantwortlich gemacht werden. Derzeit gebe es noch keinen Anhaltspunkt über Verbindungen der Gruppe zu terroristischen Organisationen, sagte Pastika. Von dem identifizierten Attentäter seien Name und Adresse bekannt. Er machte keine Angaben dazu, wo sich der Mann in Indonesien aufhalten soll.

Anschläge könnten Armut verschärfen

Die verheerenden Bombenanschläge auf Bali könnten nach Einschätzung der Weltbank bis zu drei Millionen Indonesier zusätzlich in Armut sinken lassen. Weil durch die Attentate Investitionen und Touristen ausblieben, sei für das nächste Jahr nur noch mit einem Wachstum von 3,2 Prozent zu rechnen, teilte die Organisation am Freitag in Jakarta mit. Die Weltbank hatte Indonesien für 2003 zunächst ein Wachstum von vier Prozent vorausgesagt.

"Es könnte durchaus sein, dass in einem Jahr zwei bis drei Millionen Indonesier mehr unter der Armutsgrenze leben werden", sagte der Länderdirektor für Indonesien, Andrew Steer. Im Februar dieses Jahres galten bereits 14,5 Prozent der etwa 215 Millionen Indonesier als arm. Ein Jahr zuvor waren es noch 13,2 Prozent. Die Terrorakte führten zu Massenstornierungen auf der Ferieninsel. Vor wenigen Tagen waren die Hotels nur zu fünf Prozent gebucht.

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