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10.11.2002
 

Afghanistan

16 US-Soldaten getötet?

Bei einer Reihe von Anschlägen in Afghanistan sollen 16 US-Soldaten getötet worden sein. Allein in der Provinz Paktia wurden offenbar drei Militär-Jeeps in die Luft gesprengt.

Amerikanische Spezialeinheiten in Afghanistan
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AFP

Amerikanische Spezialeinheiten in Afghanistan

Kabul/Moskau/Islamabad - Von den Anschlägen berichtet die russische Agentur Interfax unter Berufung auf Quellen im afghanischen Verteidigungsministerium. Demnach wurden in der Provinz Paktia drei amerikanische Jeeps vom Typ "Hummer" mit ferngesteuerten Sprengsätzen zur Explosion gebracht. Gleichzeitig seien in der Provinz Chost ein Militärlager und ein Wachposten sowie Stützpunkte in der Provinz Gardes mit Artillerie beschossen worden. "Nach vorläufigen Angaben wurden insgesamt 16 US-Soldaten getötet und fünf Panzer und Fahrzeuge zerstört", wurde die nicht genannte Militärquelle zitiert.

Unterdessen soll sich eine bisher unbekannte "Rote Mudschahedin-Armee" zu Anschlägen auf US-Einrichtungen in Afghanistan bekannt haben. In einem Brief an die pakistanische Zeitung "News", den das Blatt am Sonntag auszugsweise veröffentlichte, bezichtigte sich die Gruppe zahlreicher Raketenangriffe und Bombenanschläge in den Provinzen Chost, Kunar, Kabul, Paktia, Paktika, Nangarhar und Kandahar. Vor allem in Chost waren in den vergangenen Monaten mehrfach US-Stützpunkte mit Raketen angegriffen worden.

Die Zeitung spekulierte, die Bezeichnung "Rote Armee" solle eine Anspielung auf das Blut sein, das im Kampf gegen die USA vergossen werde. Die Rote Mudschahedin-Armee bezeichnete die Regierung des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai als "Marionetten" des Westens.

Die Absender des Briefes behaupteten, nicht mit den Taliban identisch zu sein. Zugleich machten sie die Taliban für den vereitelten Mordanschlag auf Karsai Anfang September in Kandahar und für Brandanschläge auf Mädchenschulen in mehreren Provinzen Afghanistans verantwortlich.

Eine US-Patrouille ist im Osten Afghanistans im Gefecht zweier Milizen zwischen die Fronten geraten. Bei einem Streit über Land zwischen Kutschi-Nomaden und regierungsnahen Truppen sei es in der Provinz Chost zu einer Schießerei gekommen, sagte ein Verwandter des Gouverneurs Mohammed Hakim Taniwal. Wegen der Schießerei habe eine US-Patrouille für einige Zeit anhalten müssen. Sie habe aber entgegen anders lautenden Berichten nicht in die Gefechte eingegriffen.

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