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Schwerer Luftzwischenfall Nordkoreanische Kampfjets fangen US-Flugzeug ab

Nordkoreanische Kampfflugzeuge haben ein amerikanisches Spionageflugzeug abgefangen und sich bis auf wenige Meter genähert. Mindestens eine Maschine vom Typ Mig soll das US-Flugzeug ins Visier genommen haben. Das Pentagon spricht vom schwersten Zwischenfall seit 1969.

Der amerikanische Aufklärer RC-135 basiert auf der zivilen Boeing 707
DPA

Der amerikanische Aufklärer RC-135 basiert auf der zivilen Boeing 707

Washington - 240 Kilometer vor der nordkoreanischen Küste hätten vier Migs das US-Flugzeug vom Typ RC-135 abgefangen und es rund 20 Minuten lang verfolgt, teilte das US-Verteidigungsministerium am Montag mit. Die nordkoreanischen Maschinen seien bis auf 15 Meter herangekommen, sagte ein Sprecher. Der Aufklärer sei ohne Zwischenfall zu seinem Stützpunkt in Okinawa (Japan) zurückgekehrt. Weiter hieß es, die nordkoreanischen Kampfflugzeuge seien bewaffnet gewesen, und mindestens einer habe seinen Feuerleitradar eingesetzt und das US-Flugzeug ins Visier genommen.

Der Zwischenfall habe sich am Sonntag gegen 2.48 Uhr MEZ ereignet. Aus hohen US-Regierungskreisen verlautete, wegen des Vorfalls werde offiziell Protest eingelegt. Hier handele es sich um eine besondere Provokation: "Dagegen wird formell protestiert."

Die RC-135 basiert auf der für die Zivilluftfahrt entwickelten Boeing 707und kann noch aus Hunderten Kilometer Entfernung Truppenbewegungen verfolgen.

Die USA und Nordkorea stehen derzeit wegen des Atomprogramms von Pjöngjang in einem Konflikt. Nach Angaben aus Pentagonkreisen war es der erste Zwischenfall dieser Art seit 1969. Damals schoss ein nordkoreanisches Kampfflugzeug einen US-Aufklärer über dem Japanischen Meer ab. Mehr als 30 US-Soldaten kamen ums Leben.

Im Jahr 2001 war ein chinesischer Kampfjet mit einem amerikanischen Spionageflugzeug im internationalen Luftraum vor der chinesischen Küste kollidiert und abgestürzt. Das US-Flugzeug musste auf einer chinesischen Insel notlanden. Seine Besatzung kam erst nach einer mehrwöchigen Krise wieder frei.

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