New York - Die Demonstranten hatten Polizeibarrikaden durchbrochen und legten sich in der Nähe des Rockefeller Centers wie tot auf die Straße. Damit blockierten sie in der Rush Hour den Verkehr. Einige Demonstranten trugen große Bilder von zivilen Opfern des Krieges. Viele sangen: "Kein Krieg, kein Öl, kein Profit". Die meisten Demonstranten harrten aus, bis sie von Beamten weggetragen wurden und teils in Handschellen abgeführt wurden. Vereinzelt kam es zu Handgreiflichkeiten.
Insgesamt nahmen nach Polizeiangaben etwa 400 Menschen an der Demonstration teil. Sie dauerte rund zwei Stunden und war die jüngste von zahlreichen Protestaktionen gegen den Irak-Krieg in New York und anderen Städten der USA. Am vergangenen Donnerstag waren in San Francisco bei einem Protestmarsch mehr als 2100 Demonstranten festgenommen worden.
Das Rockefeller Center war als Schauplatz gewählt worden, weil es auch Sitz mehrerer Konzerne ist, die nach Auffassung der Demonstranten von dem Krieg profitieren.
New Yorks Polizeichef Ray Kelly erklärte, bei der Demonstration sei das Gesetz gebrochen worden. Störungen des Verkehrs hätten nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun. Demonstrationen gegen den Krieg kosteten die Stadt Millionen von Dollar, weil Polizisten Überstunden machen müssten. Zudem würden die Einsätze zur Abwehr terroristischer Gefahren beeinträchtigt.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Irak-Krieg | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH