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Opposition im Irak Sieben US-Soldaten bei Granatenattacke verletzt

Anfang der Woche schossen US-Soldaten in eine Demonstrantenmenge, seither kommt das irakische Falludscha nicht zur Ruhe. Die Amerikaner töteten erneut zwei Demonstranten, nun "revanchierten" sich Iraker mit einem Granatenangriff.

Hochburg der Proteste und des Widerstands: Einwohner Falludschas protestieren gegen die Besatzung durch die Amerikaner
DPA

Hochburg der Proteste und des Widerstands: Einwohner Falludschas protestieren gegen die Besatzung durch die Amerikaner

Falludscha - Bei einem Anschlag in der irakischen Stadt sind nach Mitteilung der US-Armee vom Donnerstag sieben amerikanische Soldaten verletzt worden. Die Verletzungen der Soldaten seien nicht lebensgefährlich. In der Nacht seien zwei Granaten auf einen von den Streitkräften genutzten Komplex geworfen worden, so die US-Mitteilung weiter. Die Soldaten in der ehemaligen Polizeiwache hätten das Feuer auf die flüchtenden Angreifer eröffnet, es sei aber niemand getroffen oder festgenommen worden, sagte Hauptmann Frank Rosenblatt.

Bei dem Angriff handelte es sich offenbar um Vergeltung für die tödlichen Schüsse, die amerikanische Soldaten am Montag und Mittwoch auf Demonstranten abgegeben hatten. Bei dem Zwischenfall am Mittwoch waren zwei Menschen getötet worden, am Montagabend kamen 13 Demonstranten ums Leben. Bewohner von Falludscha sagten, sie hätten gehört, wie Angehörige von Opfern Rache geschworen hätten. "Der Angriff war Ausdruck der Wut einiger Leute darüber, was in der Stadt passiert ist", sagte denn auch ein anderer US-Hauptmann, Alan Vaught. Falludscha liegt 50 Kilometer westlich von Bagdad. In der religiös-konservativ geprägten Stadt gibt es seit Tagen große Spannungen zwischen Einwohnern und den US-Soldaten.

Viele Bewohner kritisieren vor allem das Verhalten der US-Soldaten. "Wie Cowboys gehen sie in Häusern ein und aus und laufen vor Schulen herum", sagte der Chef des Privatkrankenhauses von Falludscha, Talib al-Dschanabi. Iraker rufen den Soldaten "Geht nach Hause, ihr seid Mörder" und andere Parolen zu.

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