Kabul - Die amerikanischen Streitkräfte würden das Land jedoch weiter unterstützen und sich vor allem an den Grenzen um eine Stabilisierung der Sicherheitslage bemühen, sagte Rumsfeld auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai in Kabul.
"Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem eindeutig die Hauptkampfhandlungen in eine Phase der Stabilität und der Stabilisierung und des Wiederaufbaus übergegangen sind", sagte Rumsfeld. Die Erklärung kam nicht überraschend, da in Afghanistan bereits seit Monaten keine größeren Gefechte mehr stattfinden. Auch wenn der größte Teil des Landes sicher sei, gebe es allerdings in einigen Landesteilen noch Gefahren durch weiter bestehende Widerstandsnester islamischer Extremisten.
Der Befehlshaber der US-Truppen in Afghanistan, Generalleutnant Dan McNeill, sagte, ein vollständiger Rückzug der Alliierten aus dem Land sei bis Sommer 2004 möglich.
Karzai erklärte, Afghanistan habe seit dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 und der Einsetzung der neuen Regierung große Fortschritte gemacht. Dennoch gebe es vor allem im Kampf gegen den internationalen Terrorismus noch viel zu tun.
Unter militärischer Führung der USA waren die radikal-islamischen Taliban von der Macht vertrieben worden. Als Teil der internationalen Friedenstruppe befinden sich auch 18 Monate nach der US-Offensive noch über 7000 US-Soldaten in Afghanistan.
In jüngster Zeit war aus Afghanistan wiederholt über Anschläge berichtet worden, hinter denen Anhänger der Taliban und der Extremisten-Organisation al-Qaida von Osama Bin Laden vermutet wurden. Ob der mit einem Millionen schweren Kopfgeld gesuchte Bin Laden noch lebt, ist ungewiss. Pakistans Präsident Pervez Musharraf sagte heute dem pakistanischen Satelliten-TV-Sender ARY, es gebe gewisse Hinweise darauf, dass sich Bin Laden eventuell mit einer kleinen Schar von Leibwächtern im Paschtunen-Gebiet an der Grenze zu Afghanistan verborgen halte.
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