Washington - Das Import-Moratorium der EU hindere afrikanische Bauern daran, die Vorteile genmanipulierter Anbauprodukte zu nutzen und diese für den Kampf gegen den Hunger einzusetzen, erklärte Bush vor dem Verband der Biotechnologie (Biotechnology Industry Association) in Washington. Unter dem Applaus der Verbandsmitglieder sagte der Präsident: "Zum Wohle eines von Hunger bedrohten Kontinents rufe ich die europäischen Regierungen auf, ihre Opposition gegen die Biotechnologie zu beenden."
Bereits im Mai hatten die USA eine Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) gegen das Import-Moratorium der EU eingelegt. In den USA werden gentechnisch veränderte Mais- oder Sojabohnenarten bereits in großem Maßstab angebaut. Dabei wurden die Pflanzen mit Merkmalen versehen, die sie resistent gegen schädliche Insekten oder Krankheiten machen.
Im kalifornischen Sacramento demonstrierten dagegen 1500 Menschen gegen neue Methoden in der Landwirtschaft. Auf Transparenten hieß es: "Ernährt die Bedürftigen, nicht die Gierigen!" Elf Teilnehmer der Demonstration am Rande einer internationalen Konferenz über neue Anbaumethoden für den Kampf gegen den Hunger in den Entwicklungsländern wurden festgenommen.
US-Landwirtschaftsministerin Ann Veneman warb auf der Konferenz für einen verstärkten Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut. Die Biotechnologie könne auch Kleinbauern helfen, ihre Erträge zu steigern, sagte Veneman vor Landwirtschaftsministern, Gesundheitspolitikern und Wissenschaftlern aus 120 Ländern.
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