Mittwoch, 10. Februar 2010

Politik



Irak nach dem Krieg

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25.07.2003
 

Tote Saddam-Söhne

Asis und Saddams Halbbrüder sollen Udai und Kussei identifiziert haben

Immer mehr Details über die toten Saddam-Söhne dringen an die Öffentlichkeit. Bei der Identifizierung der Leichen von Udai und Kussei sollen Saddam Husseins Halbbrüder Watban und Barsan Ibrahim al-Tikriti und der ehemalige Außenminister Tarik Asis behilflich gewesen sein.

Der ehemalige irakische Außenminister Tarik Asis soll zu den früheren Regimegrößen gehören, die unabhängig voneinander die toten Saddam-Söhne identifiziert haben
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DPA

Der ehemalige irakische Außenminister Tarik Asis soll zu den früheren Regimegrößen gehören, die unabhängig voneinander die toten Saddam-Söhne identifiziert haben

Hamburg - Auch der ehemalige Privatsekretär Saddam Husseins, Abid Hamid al-Tikriti, habe die Leichen begutachtet, berichtet die arabische Zeitung "Al-Sharq Al-Awsat" unter Berufung auf General Ricardo Sanchez, den US-Kommandeur im Irak. Tarik und die beiden Halbbrüder Saddams befinden sich bereits seit Wochen in US-Gefangenschaft. Sanchez hatte am Mittwoch erklärt, vier frühere Regimegrößen, die sich in US-Gewahrsam befänden, hätten die Identität unabhängig voneinander bestätigt.

Nach der Veröffentlichung von Fotos der beiden getöteten Söhne Saddam Husseins haben die so genannten Fedajin Saddam Vergeltung angekündigt. Drei US-Soldaten wurden bei einem Überfall nahe Mossul bereits getötet.

Ein Sprecher des US-Militärkommandos in Bagdad teilte mit, Unbekannte hätten einen Armeekonvoi mit Panzerfäusten und anderen Waffen beschossen. Der Angriff, bei dem drei US-Soldaten getötet wurden, ereignete sich in der Nähe von Mossul. Es gilt als wahrscheinlich, dass der Überfall aus Rache für die Tötung der beiden Saddam-Söhne Udai und Kussei verübt worden ist.

Maskiertes Mitglied der Fedajin Saddam in einer Videoaufnahme
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REUTERS

Maskiertes Mitglied der Fedajin Saddam in einer Videoaufnahme

Mit Vergeltung für den Tod der Saddam-Söhne hat eine irakische Gruppe gedroht, die sich selbst als Fedajin Saddam bezeichnet. Dies berichtet der Sender al-Arabija. "Wir sagen den Besatzern: Das Märtyrertum Udais und Kusseis wird unsere Angriffe nicht mindern, sondern stärken", hieß es in einer von einer vermummten Person verlesenen Erklärung.

Genau dies beabsichtigte die US-Regierung mit der Veröffentlichung der Fotos der toten Saddam-Söhne zu vermeiden. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld begründete die Publizierung damit, dass es für das irakische Volk wichtig sei, "sie zu sehen, zu wissen, dass sie tot sind und nicht wiederkommen". Es habe keine Chance gegeben, Udai und Kussei Hussein gefangen zu nehmen. Es sei keine übliche Praxis, in diesem besonderen Fall aber gerechtfertigt, so Rumsfeld.

Die USA gehen weiter davon aus, dass Saddam Hussein selbst noch lebt. US-Fernsehsender berichteten am Donnerstag, eine Untersuchung des US-Geheimdienstes CIA komme zu dem Ergebnis, dass auf einem jüngst veröffentlichten Tonband "wahrscheinlich" die Stimme des Ex-Diktators zu hören ist.

Auf dem Band, das al-Arabija am Mittwoch ausgestrahlt hatte, rief eine Stimme die irakische Armee und die Republikanischen Garden zu verstärktem Widerstand gegen die amerikanischen Besatzungstruppen auf. Nach Angaben des Senders war das Band am 20. Juli aufgezeichnet worden, zwei Tage vor dem Tod der Saddam-Söhne. Dies könne die CIA allerdings nicht bestätigten, sagte ein Regierungsbeamter. Zudem mache die schlechte technische Qualität der Aufnahme eine sichere Identifikation der Stimme nicht möglich.

Im Irak wurde die Veröffentlichung der Leichenfotos von Udai und Kussei mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Ein Arzt von Saddam Hussein namens Falah al-Schammari zeigte sich laut einem Bericht des US-Senders CNN von den Bildern überzeugt.

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