• Drucken
  • Senden
  • Feedback
24.10.2003
 

Kuba-Reiseverbot

Kongress stoppt Bush

Neue Niederlage für George W. Bush: Der Kongress will dessen harte Linie gegen Kuba nicht mittragen. Der Senat lockerte das Reiseverbot für Amerikaner, obwohl der US-Präsident kurz zuvor eine Verschärfung gefordert hatte.

Ein Feind Amerikas: Kubas Staatschef Fidel Castro
Zur Großansicht
AP

Ein Feind Amerikas: Kubas Staatschef Fidel Castro

Washington - Der Senat votierte mit 59 gegen 36 Stimmen gegen die Fortsetzung des 1963 eingeführten Reiseverbots. Auch das Repräsentantenhaus hatte im September so entschieden. "Das Reiseverbot tut nicht Fidel Castro weh, sondern nur den Amerikanern", sagte der demokratische Senator Byron Dorgan. Er hatte den Vorschlag eingebracht, der Regierung alle weiteren finanziellen Mittel zu verweigern, um die Einschränkungen von Kuba-Reisen zu kontrollieren.

Amerikaner müssen für nicht genehmigte Reisen nach Kuba 50.000 Dollar Strafe zahlen. Es gibt wenige Ausnahmen, darunter Trips für Familienbesuche und Besuche aus humanitären Gründen. Bush hatte erst vor zehn Tagen angekündigt, dass die Reiserestriktionen schärfer überwacht werden sollen. Verstöße ahndet eine Abteilung des Finanzministeriums. "Das ist eine absurde Verschwendung von Steuergeldern", sagte Dorgan.

Bush hat ein Veto gegen das gesamte Ausgabengesetz angedroht, in dem der Etat für die Überwachung des Reisebüros enthalten ist. Ein Ende der seit mehr als vier Jahrzehnten bestehenden Reisebeschränkungen ist trotz der Entscheidung des Kongresses dennoch nicht in Sicht.

Es gilt als sicher, dass Bush sein Veto einlegen wird. Um Bush zu überstimmen, wäre in beiden Parlamentskammern eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Bushs Republikanische Partei hat sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
alles aus der Rubrik Ausland

© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP