Kabul - Als erster Schritt der Isaf-Ausdehnung begann Ende Oktober der Einsatz der Bundeswehr im nordafghanischen Kunduz. "Wir verstehen nicht, was die EU dabei gewinnen will, indem sie sich an die Seite der US-Aggression in Afghanistan stellt", heißt es nach Angaben der in Pakistan ansässigen Nachrichtenagentur AIP in einer von Hekmatjar unterzeichneten Mitteilung. "So Gott will, werden die Amerikaner Afghanistan verlassen müssen."
Verhandlungen mit der US-gestützten Zentralregierung in Kabul erteilte der radikalislamische Kriegsherr eine klare Absage. "Gespräche könnten sinnvoll sein, wenn die Regierung Macht hätte. Die politische Macht liegt beim US-Botschafter in Kabul, die militärische Macht beim Kommandeur der US-Streitkräfte."
Hekmatjar hat wie die Taliban zum Dschihad (Heiligen Krieg) gegen die US-Truppen und die Zentralregierung in Kabul aufgerufen. Er wird in Ostafghanistan an der Grenze zu Pakistan vermutet. Hekmatjar regierte bis 1996 in Afghanistan. Er wurde von den Taliban gestürzt, hat sich dem von ihnen angeführten Widerstand inzwischen aber angeblich angeschlossen.
Zum Auftakt einer neuen Militäroperation gegen mutmaßliche Mitglieder der Taliban und der Qaida haben sich alliierte Truppen im Osten Afghanistans Gefechte mit feindlichen Kämpfern geliefert. Der amerikanische Militärsprecher Oberst Rodney Davis erklärte am Dienstag, ein Verdächtiger sei getötet worden, weitere drei seien geflohen. Kampfhubschrauber seien zur Unterstützung der Truppen herbeigerufen worden.
Die Gefechte ereigneten sich im bergigen Osten des Landes, in den Provinzen Nuristan und Kunar, etwa 150 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kabul. "Es ist das gefährlichste Terrain seit Beginn unserer Militäraktion in Afghanistan", erklärte Davis. Er äußerte sich nicht dazu, wie lange die Aktion in den Bergen dauern sollte.
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