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16.12.2003
 

Nach der Festnahme

Bush fordert Todesstrafe für Saddam

Der irakische Ex-Diktator Saddam Hussein wird von der CIA in die Mangel genommen. Seine Verurteilung sollen die Iraker selbst übernehmen - aber US-Präsident Bush macht keinen Hehl aus seiner Ansicht, dass Saddam die Todesstrafe verdiene.

Bush: "Saddam verdient die endgültige Strafe"
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REUTERS

Bush: "Saddam verdient die endgültige Strafe"

Washington - Bush sprach von der "endgültigen Strafe" ("ultimate penalty") für Saddam. Der Diktator habe gefoltert und gemordet. "Er ist ein ekelhafter Tyrann, der eine gerechte Strafe, die endgültige Strafe verdient", sagte der US-Präsident. Zugleich betonte Bush, dass das irakische Volk darüber zu entscheiden habe. Die Iraker seien in der Lage, das Verfahren eigenständig durchzuführen.

Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gab unterdessen Details über das weitere Vorgehen bekannt. Die Vernehmung Saddams übernehme der amerikanische Geheimdienst CIA. Dessen Chef George Tenet sei für das Verhör Saddam Husseins verantwortlich, sagte Rumsfeld.

Der ehemalige Staatschef werde wie ein Kriegsgefangener behandelt, auch wenn er offiziell nicht als solcher eingestuft sei, sagte Rumsfeld. Der Verteidigungsminister verteidigte die Ausstrahlung von Filmmaterial, das Saddam Hussein nach seiner Festnahme am Samstag zeigte. Die Iraker hätten einen Beweis gebraucht, dass Saddam Hussein "außer Betrieb ist", sagte Rumsfeld. Die Regeln der Genfer Konventionen verbieten die öffentliche Zurschaustellung von Kriegsgefangenen.

US-Soldaten erschießen drei Saddam-Anhänger

Der ehemalige Machthaber sei von Aufständischen über die Anschläge gegen die US-Truppen auf dem Laufenden gehalten worden, sagte Brigadegeneral Martin Dempsey im Fernsehsender CNN. Das habe die bisherige Vernehmung des Diktators ergeben. Die Verhöre sollen sich nach US-Angaben zunächst auf Saddams Beziehungen zur Aufstandsbewegung konzentrieren. Anschließend soll er auch zur möglichen Entwicklung von Massenvernichtungswaffen befragt werden. In dieser Richtung seien bei der Befragung noch kaum Ergebnisse erzielt worden, verlautete aus Washington.

Im Irak erschossen US-Truppen drei Teilnehmer einer Demonstration von etwa 750 Menschen für Saddam Hussein. Zwei weitere Demonstranten wurden verletzt. Die Truppen seien aus der Menge heraus angegriffen worden, erklärten die Streitkräfte. Bei Zusammenstößen mit Demonstranten in Mossul wurde ein Polizist getötet. In Samarra, 100 Kilometer nördlich von Bagdad, wurden nach Angaben eines US-Offiziers elf Angreifer getötet.

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