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31.01.2004
 

Bundeswehr in Afghanistan

Gefahr durch strebsame Drogen-Bekämpfer

Die Bundeswehr ärgert sich über ihre Partner in Afghanistan: Die Russen tun zu wenig gegen den Drogen-Schmuggel, die Amerikaner und Briten gefährden durch Übereifer beim Kampf gegen den Opium-Anbau auch die Bundeswehr-Soldaten, moniert Oberst Schiebold, scheidender Chef des deutschen Aufbauteams in Kunduz.

 Opium-Anbau in Afghanistan: Die Bundeswehr hält sich heraus
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AP

Opium-Anbau in Afghanistan: Die Bundeswehr hält sich heraus

Kunduz - Nach Beobachtungen der Bundeswehr blüht der Drogenschmuggel zwischen der nordafghanischen Region Kunduz und dem benachbarten Tadschikistan. Wie geschmiert winken russische Truppen, die die Grenzen Tadschikistans schützen sollen, demnach mit Opium vollgepackte afghanische Lastwagen unbehelligt in die vormalige Sowjetrepublik durch. Im grenznahen Niemandsland können die Drogen-Kuriere die heiße Ware - bis zu drei Tonnen pro Tag - dann ungestört in Lkw mit russischen Kennzeichen umladen.

Die Drogen-Laster würden von tadschikischen Polizeiposten im Hinterland nicht kontrolliert, berichtete Oberst Kurt Schiebold, der scheidende Chef des deutschen Aufbauteams in Kunduz, kürzlich dem Militärausschuss der Nato. Wegen der fragwürdigen Russen-Connection will die Allianz nun bei der Regierung in Moskau intervenieren. Allerdings verhielten sich auch Verbündete nicht immer ganz korrekt, monierte Schiebold. So würden britische und amerikanische "Special Forces" ohne Absprache mit den Deutschen Mohnfelder nahe Kunduz abbrennen.

Der Bundeswehr-Oberst sorgt sich um die Sicherheit seiner knapp 300 Leute: Die Milizen der Drogenbarone dürften bei Racheaktionen wohl kaum zwischen deutschen und anderen Uniformen unterscheiden. Der Bundeswehr ist die Drogenbekämpfung in Afghanistan ausdrücklich untersagt.

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