New York - Der irakische Regierungsrat hatte bereits Ende Januar von Anschuldigungen berichtet, das Regime von Saddam habe Ausländer bestochen, damit diese seine Regierung unterstützten. Die Bestechungssummen sollen aus dem Programm "Öl für Lebensmittel" genommen worden sein. Die irakische Zeitung "El Mada" hatte zuvor eine Liste von rund 270 ehemaligen Kabinettsmitgliedern, politischen Aktivisten und Journalisten aus mehr als 46 Ländern veröffentlicht, die von irakischen Ölverkäufen profitiert haben sollen.
Nach Angaben von Uno-Generalsekretär Kofi Annan untersuchten die Vereinten Nationen entsprechende Vorwürfe.
"Öl für Lebensmittel" wurde 1996 vom Weltsicherheitsrat eingerichtet, um die Versorgung der irakischen Bevölkerung auch nach den Uno-Sanktionen gegen das Land sicherzustellen. Das Programm erlaubte Bagdad den Verkauf von Rohöl in unbeschränkter Menge, sofern die Einnahmen für Lebensmittel und Reparationszahlungen an Opfer des Golfkriegs von 1991 verwendet würden.
Bis zum Ende des Programms im November wurden nach Angaben von Geschäftsführer Benon Sevan Öl für 65 Milliarden Dollar exportiert und im Gegenzug Nahrungsmittel und Medikamente im Wert von 31 Milliarden Dollar an den Irak geliefert. Lieferungen im Wert von weiteren 8,2 Milliarden Dollar seien noch vorgesehen.
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