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Kosovo Organisierte Rückkehr der Flüchtlinge

Das Flüchtlingshilfswerk der Uno (UNHCR) hat mit der geregelten Rückführung der Albaner in das Kosovo begonnen. Bereits 380.000 Flüchtlinge sind unter teilweise chaotischen Bedingungen in ihre Häuser zurückgekehrt.

Pristina - Am Montag sollen die ersten Busse von Mazedonien aus in die Kosovo-Hauptstadt Pristina aufbrechen, sagte ein UNHCR- Sprecher. Bis Sonntag seien etwa 380.000 Menschen auf eigene Faust zurückgekommen. Noch harrten etwa 400.000 Flüchtlinge in Mazedonien und Albanien aus. Zurück blieben bisher jene, so der Sprecher, die mittellos auf die Hilfe der internationalen Organisationen angewiesen seien.

Albanische Flüchtlinge passieren eine deutsche Kfor-Kontrolle
DPA

Albanische Flüchtlinge passieren eine deutsche Kfor-Kontrolle

Auch die ersten Uno-Polizisten werden an diesem Montag in Pristina erwartet. Aufgabe der internationalen Polizeibehörde ist es, beim Aufbau einer demokratischen Polizei zu helfen, Polizeiarbeit vor Ort zu überwachen und insgesamt dazu beizutragen, das Zusammenleben der verfeindeten Gruppen wieder in geregelte Bahnen zu führen. Deutschland will sich voraussichtlich mit 300 Polizeibeamten beraten. Darüber und über die weitere Umsetzung des Kosovo-Friedensplans berät in Bonn eine Sonderkonferenz der Innenminister der Länder.

Der internationalen Friedenstruppe KFOR ist es bislang oftmals nicht gelungen, Gewalttaten im Kosovo zu verhindern. So kam es auch am Wochenende wieder zu Plünderungen und Brandschatzungen marodierender Banden. Vor allem verlassene Wohnungen von Serben, aber auch von Kosovo-Albanern, werden ausgeraubt. In der Nacht zum Sonntag wurden zwei Mitarbeiter einer internationalen Organisation in Pristina erschossen. Ihre Identität war zunächst nicht geklärt.

Gemäß der Selbstverpflichtung der kosovo-albanischen Untergrundarmee UCK zur Demilitarisierung müssen bis zu diesem Montag alle schweren Waffen in von der Kfor kontrollierte Depots eingelagert werden. Automatische Schnellwaffen müssen in drei weiteren Phasen abgeliefert werden.

Am Sonntag abend stellte die Kfor-Truppe das Hotel Grand in Pristina nach einem gewaltsamen Übernahmeversuch von Albanern unter Militärschutz. Eine Gruppe von Kosovo-Albanern sei in das Hotel eingedrungen und habe serbische Beschäftigte zu vertreiben versucht, sagte ein Sprecher der britischen Kfor-Einheiten. Der Manager des Hotels habe daraufhin die Friedenstruppe zu Hilfe gerufen.

Nach Erkenntnissen der Nato sind Mitglieder der serbischen paramilitärischen Einheiten entgegen dem Friedensabkommen im Kosovo zurückgeblieben. Das sagte der Nato-Oberkommandierende, US- General Wesley Clark, am Sonntag im US-Fernsehsender NBC. Sie trügen zu den anhaltenden Gewalttätigkeiten bei.

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