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19.04.2004
 

Belohnung für Abzug

Sadr befiehlt, Spanier nicht mehr anzugreifen

Der radikale Schiitenprediger Muktada al-Sadr hat angeordnet, alle Angriffe auf spanische Soldaten im Irak einzustellen. Er reagierte damit auf die Ankündigung Madrids, die Truppen innerhalb von 14 Tagen abzuziehen.



Sadr: Keine militärischen Operationen gegen Spanier
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REUTERS

Sadr: Keine militärischen Operationen gegen Spanier

Bagdad - Kais al-Chasali, der Sprecher Sadrs sagte in der Pilgerstadt Nadschaf: "Wir haben angeordnet, alle militärischen Operationen gegen die Spanier zu beenden, und wir rufen das tapfere irakische Volk auf, ihre Sicherheit während des Abzugs zu garantieren." Spaniens neuer Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hatte am Sonntag sein Wahlversprechen wahr gemacht und den Rückzug der Truppen - rund 1300 Soldaten - angeordnet.

Abdel Karim al-Aneisi von der irakischen Dawa-Partei berichtete unterdessen, die Verhandlungen zwischen den Leuten Sadrs und der US-Armee seien am Sonntag wieder aufgenommen worden. Aneisi tritt dabei als Vermittler auf.

Einwohner Nadschafs berichteten unterdessen von einer lauten Explosion in der Stadt. Um die Mittagszeit habe es geknallt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. In Nadschaf halten sich wegen des Gedenkens an den Tod des Propheten Mohammed derzeit rund zwei Millionen schiitische Pilger auf.

Rakete auf schwedische Botschaft

Das Gelände der schwedischen Botschaft in Bagdad ist derweil unter Raketenbeschuss geraten. Das berichteten Augenzeugen. Das schwedische Außenministerium in Stockholm teilte mit, die Botschaft sei seit 1991 geschlossen. Lediglich ein irakischer Wachmann sei dort beschäftigt.

In Bagdad haben irakische Widerstandskämpfer wiederholt ausländische Ziele angegriffen. So war das Uno-Hauptquartier Ziel eines Selbstmordanschlages. Das vor allem von Ausländern bewohnte Hotel Palestine wurde von Rebellen mehrmals mit Raketen angegriffen.

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