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24.05.2004
 

Umstrittener Luftangriff

Hochzeitsvideo bringt US-Armee in Bedrängnis

Fünf Tage nach dem verheerenden US-Luftangriff auf ein irakisches Dorf gibt es neue Indizien dafür, dass es sich bei den Opfern um harmlose Hochzeitsgäste gehandelt hat. Überlebende legten ein Video der Feier vor.



Hochzeitsvideo: Der Musiker ist sowohl auf diesem Video zu sehen ...
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AP / APTN

Hochzeitsvideo: Der Musiker ist sowohl auf diesem Video zu sehen ...

Bagdad - Das Band, das Überlebende der Nachrichtenagentur AP vorlegten, zeigt die über 40 Opfer als Gäste einer Hochzeitsgesellschaft. Die Fernseh-Nachrichtenagentur AP-Television News erhielt am Sonntag ein Video einer Hochzeit, auf dem AP-Mitarbeiter mehrere Menschen wiedererkannten, die sie einen Tag nach dem Angriff interviewt hatten.

... als auch auf dem Video der Opfer des Angriffs
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AP / APTN

... als auch auf dem Video der Opfer des Angriffs

APTN-Reporter hatten einen Tag nach dem Angriff selbst Aufnahmen gemacht, auf denen Teile von Musikinstrumenten, Haarbüschel und eine große Blutlache zu sehen sind. Die Bilder des zerbombten Zelts zeigen auch bunte Bettwäsche, wie sie im Irak bei feierlichen Anlässen verwendet wird.

Das Video der eigentlichen Feier erhielt APTN von einem Cousin des Bräutigams. Darauf ist unter anderem ein Musiker zu sehen, der inzwischen tot ist - seine Leiche wurde am Donnerstag bei einer Beerdigung in Ramadi von Angehörigen gefilmt.

Die US-Streitkräfte hatten zuvor erklärt, sie hätten in dem Dorf Mogr al Dib keine Hinweise auf eine Hochzeit gefunden. US-Brigadegeneral Mark Kimmitt sagte, alles deute darauf hin, dass Mogr al Dib als Basislager für ausländische Terroristen genutzt worden sei. Die Truppen hätten dort Waffen, Ferngläser und etliche Batterien gefunden, sagte Kimmitt und zeigte mehrere Bilder. Außerdem seien afghanische Telefonnummern, ausländische Pässe und Hunderte Bettdecken und Kleiderbündel entdeckt worden. Soldaten hätten außerdem ein weißes Pulver, möglicherweise Kokain, gefunden. Die Opfer hätten keine Pässe oder persönliche Gegenstände bei sich gehabt. Musikinstrumente oder Hochzeitsgeschenke seien nicht zu finden gewesen.

Hochzeitsgäste: AP-Mitarbeiter erkannten mehrere Zeugen wieder
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AP / APTN

Hochzeitsgäste: AP-Mitarbeiter erkannten mehrere Zeugen wieder

Kimmitt wies auch Berichte zurück, wonach unter den Opfern mehrere Kinder waren. Allerdings seien mehrere Frauen getötet worden. Bei der Beerdigung der Opfer nahe Ramadi zeigten Überlebende der Fernsehnachrichtenagentur APTN am Mittwoch aber fünf Kinderleichen.

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