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13.08.2004
 

Kanarische Inseln

Flüchtlingsboot gekentert - zahlreiche Tote befürchtet

Bei einem Bootsunglück vor den Kanarischen Inseln sind vermutlich 32 illegale Einwanderer ertrunken. Mehr als zwölf Stunden nach dem Kentern des kleinen Bootes gibt es für die vermissten Afrikaner kaum noch Hoffnung auf Rettung.

Madrid - Das Boot war nur noch 14 Kilometer von der rettenden Küste der spanischen Insel Fuerteventura entfernt. Doch kurz nach Mitternacht entdeckte die spanische Wasserschutzpolizei die Flüchtlinge. Als die Menschen dann in Panik alle aufstanden, kippte das Boot im hohen Wellenang um. Die Seenotrettung konnte nach Polizeiangaben nur sechs Menschen lebend aus dem Wasser ziehen und eine Ertrunkene bergen. 32 weitere Migranten werden vermisst. Nach weiteren Überlebenden werde gesucht.

In den frühen Morgenstunden habe die Polizei zwei weitere Flüchtlingsboote mit insgesamt mehr als 70 Insassen vor der Küste der Ferieninsel aufgebracht.

Von Marokko aus versuchen jedes Jahr Tausende Menschen, mit kleinen, überfüllten Booten die spanische Küste zu erreichen. Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen sind dabei seit 1997 mindestens 4000 Menschen umgekommen. Die meisten der Flüchtlinge aus Afrika können nicht schwimmen.

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