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04.10.2004
 

US-Wahlkampf

Neue Hoffnung für Kerry

Einen Monat vor der US-Präsidentenwahl darf John Kerry doch wieder auf den Einzug ins Weiße Haus hoffen. Denn am Wochenende lag der demokratische Herausforderer erstmals seit vier Wochen bei einer Umfrage wieder vor dem Amtsinhaber George W. Bush.



John Kerry: Der Herausforderer punktet
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AP

John Kerry: Der Herausforderer punktet

Washington - Bei einer Umfrage im Auftrag des Magazins "Newsweek" sprachen sich 47 Prozent der Befragten für Kerry und 45 Prozent für Bush aus. Es war die erste Befragung nach dem TV-Duell in der vergangenen Woche.

Der US-Sender CNN sah Kerry und Bush in einer Umfrage gleichauf bei jeweils 49 Prozent liegen. Für den unabhängigen Kandidaten Ralph Nader wollten nur ein Prozent stimmen.

Nach dem ersten TV-Duell wurde der Zweikampf am Wochenende mit neuen Wahlwerbespots fortgesetzt. In einem am Samstag vorgestellten Fernsehspot bezichtigt Kerry Bush erstmals direkt der Lüge. "George Bush hat die Debatte verloren", sagt ein Sprecher in dem neuen Wahlwerbespot der Demokraten. "Jetzt verbreitet er Lügen darüber." Mit diesem Vorwurf reagiert das demokratische Lager auf einen neuen Fernsehspot Bushs, der eine Äußerung Kerrys während des Duells kritisierte.

Kerry hatte gesagt, Voraussetzung für einen Präventivschlag der Vereinigten Staaten gegen einen anderen Staat sei, dass "man der Welt beweisen kann, dass man aus legitimen Gründen gehandelt hat". Im Wahlwerbespot der Republikaner wird diese Forderung mit der Frage kommentiert: "Also müssen wir ausländische Regierungen um Erlaubnis bitten, ehe wir Amerika schützen?" Verschwiegen wird dabei, dass Kerry in der Debatte das Recht der Vereinigten Staaten auf einen Präventivkrieg ausdrücklich bestätigt hat.

Kerrys Wahlkampfteam konzentriert sich nun vermehrt auch auf innenpolitische Themen. Bushs Wirtschaftspolitik nütze nur den Reichen. Menschen, die sich nur mit Mühe über Wasser halten könnten, könnten sich vier weitere Jahre Bush einfach nicht leisten, sagte der Senator. Hintergrund: Am Freitag werden die Kandidaten zu ihrer zweiten Fernsehdebatte aufeinander treffen. Wirtschafts- und sozialpolitische Fragen dürften dann dominieren.

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