Madrid - Etwa um 20.45 Uhr pfiff der Schiedsrichter beim Stand von 1:1 die Partie ab. 15 Minuten später sollte einem anonymen Anruf bei der baskischen Zeitung "Gara" zufolge eine Bombe explodieren. Die meisten der mehr als 70.000 Zuschauer verließen das Stadion über den Rasen und Notausgänge. Sprengstoffexperten und Spürhunde durchsuchten das Stadion. Die Straßen rund ums Stadion wurden gesperrt. Es wurde jedoch keine Bombe gefunden.
Der Verdacht fiel auf die Eta. Die baskische Separatistenorganisation hatte in den vergangenen Tagen wiederholt mit Anrufen bei "Gara" vor Bombenanschlägen in verschiedenen spanischen Städten gewarnt. Insgesmat zwölf kleinere Sprengsätze waren daraufhin explodiert.
Ein Sprecher des Innenministeriums bezeichnete die neue Bombendrohung vom Sonntagabend als glaubwürdig. Nach der Durchsuchung des Stadions deute aber alles auf einen falschen Alarm hin.
Das Bernabeu-Stadion war bereits am 1. Mai 2002 Ziel eines Anschlags gewesen. Während einer Champions-League-Halbfinalbegegnung zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona explodierte vor dem Stadion eine Autobombe. 17 Personen wurden damals leicht verletzt.
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