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24.12.2004
 

Irak

Kidnapper der Franzosen hofften auf Bush-Sieg

Einer der Entführer der inzwischen freigelassenen französischen Journalisten im Irak hat den Geiseln gegenüber die Vorzüge einer Wiederwahl von US-Präsident George W. Bush gepriesen.

Paris - "Wir wollen Bush, dann werden die US-Soldaten im Irak bleiben, und wir können uns so weiter ausbreiten", habe einer der islamistischen Bewacher der Franzosen zwischen Ende September und Mitte Oktober, also vor der Wiederwahl von Bush, erklärt. Das sagte die Ex-Geisel Georges Malbrunot seiner Zeitung "Le Figaro".

Malbrunot und sein Kollege Christian Chesnot waren am vergangenen Dienstag nach einer viermonatigen Geiselhaft in der Nähe von Bagdad freigelassen worden und Mittwoch nach Paris zurückgekehrt.

"Wir sind jetzt in 60 Ländern der Welt präsent. Unser Ziel ist es, die arabischen Herrscher zu stürzen und ein Kalifat von Andalusien bis zur chinesischen Grenze zu errichten", habe der vermummte Entführer gesagt, als Malbrunot ihn in ein Gespräch ziehen konnte. Saudi-Arabien und Ägypten seien vorrangig, "aber wir wissen, dass alle arabischen Führer Verräter sind. Keiner ist wirklich islamisch." Die US-Attacke auf das Taliban-Regime in Afghanistan nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001 habe es dem islamischen Extremismus erlaubt, «sich weltweit auszubreiten.»

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