Washington - Saddam Hussein sei gefährlich gewesen und die Welt ohne ihn sicherer geworden, sagte Bush in einem Interview mit dem TV-Sender ABC. Auch ohne den Fund von Massenvernichtungswaffen sei es das militärische Eingreifen im Irak "absolut" wert gewesen.
Bis zu 1500 Spezialisten der Streitkräfte und der Geheimdienste hatten den Irak nach Massenvernichtungswaffen durchkämmt. Der Leiter der Suchmannschaften, Charles Duelfer, will im kommenden Monat seinen Abschlussbericht vorlegen. Regierungssprecher Scott McClellan deutete jedoch an, dass Duelfer keine neuen Informationen mitteilen wird. Am Mittwoch hatte die "Washington Post" unter Berufung auf Mitglieder der Expertengruppe berichtet, dass auf Grund der anhaltenden Gewalt im Irak sowie dem Ausbleiben neuer Informationen die Waffensuche kurz vor Weihnachten eingestellt worden sei.
"Ich dachte, wir finden Massenvernichtungswaffen - so wie viele hier in den USA und viele in der ganzen Welt", rechtfertigte sich der US-Präsident. Nun gelte es aufzuklären, "was falsch gelaufen ist bei der Informationsbeschaffung."
Die Demokraten forderten eine Erklärung von Bush. "Nun, da die Suche beendet ist, muss uns Präsident Bush sagen, warum er hinsichtlich der Kriegsbegründung so lange falsch lag", forderte die Führerin der Demokraten im Unterhaus, Nancy Pelosi. Es habe nicht nur keine akute Bedrohung für die USA gegeben. Die Gefahr, die Bush und seine höchsten Regierungsmitarbeiter beschrieben hätten, habe überhaupt nicht bestanden.
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