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18.03.2005
 

Waffendeal

Ukraine lieferte Cruise Missiles an Iran und China

Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft hat bestätigt, dass das Land Cruise Missiles an China und Iran lieferte: Zwölf Marschflugkörper seien nach Iran, sechs nach China gelangt. Die Missiles könnten von Iran aus Israel und von China aus Japan erreichen.

Abschuss einer Tomahawk Cruise Missile: Vergleichbare Modelle hat die Ukraine an China und Iran geliefert
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AP

Abschuss einer Tomahawk Cruise Missile: Vergleichbare Modelle hat die Ukraine an China und Iran geliefert

London - 18 Cruise Missiles seien 2001 ausgeliefert worden, zitierte heute die "Financial Times" den ukrainischen Generalstaatsanwalt Swyatoslaw Piskun. Keins der Geschosse sei aber mit den atomaren Sprengköpfen bestückt gewesen, für die sie bestimmt sind.

Die aus Beständen der früheren Sowjetunion stammenden Marschflugkörper vom Typ X-55 - auch bekannt unter den Bezeichnungen Kh-55s und AS-15s - hätten eine Reichweite von 3000 Kilometern. Damit könnten sie von Iran bis nach Israel und vom asiatischen Kontinent bis nach Japan gelangen. Ein Sprecher des Generalstaatsanwalts in Kiew gab zu dem Bericht zunächst keine Stellungnahme ab.

Die US-Regierung hat wiederholt die Sorge geäußert, dass Teile des Nuklearwaffen-Arsenals der Sowjetunion in Staaten gelangt sein könnten, die die USA als gefährlich ansehen. Dem Iran wirft die Regierung in Washington vor, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten, was das Land bestreitet.

Nach dem Bericht der "Financial Times" erklärte Piskun, die Ukraine habe bereits unter der Regierung von Leonid Kutschma ein Geheimverfahren gegen die beiden Geschäftsleute wegen des Waffenexports angestrengt. Einer der beiden Männer sei im Juli vergangenen Jahres im tschechischen Prag festgenommen worden und befinde sich seitdem in Auslieferungshaft. Die US-Botschaft in Kiew verfolge aufmerksam eine Untersuchung der ukrainischen Regierung zu dem Fall und habe verlangt, deren Ergebnisse zu veröffentlichen, berichtete die Zeitung weiter. Piskun glaube, Japan habe Befürchtungen, dass die nach China exportierten Marschflugkörper inzwischen nach Nordkorea gelangt sein könnten. Dafür gebe es jedoch keine konkreten Hinweise. Nordkorea hatte vor kurzem selbst erklärt, über Atomwaffen zu verfügen.

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