Istanbul - Kaplan habe sich des versuchten gewaltsamen Umsturzes schuldig gemacht, sagte der Staatsanwalt. Er soll den Auftrag für einen 1998 geplanten Terroranschlag auf das Atatürk-Mausoleum in Ankara gegeben haben. Dabei sollte die dort zum Nationalfeiertag versammelte türkische Staatsspitze mit einem mit Sprengstoff beladenen Kleinflugzeug angegriffen werden.
Der Angeklagte wies die Anschuldigungen zurück. Er sei kein Terrorist, sagte Kaplan nach Berichten türkischer Medien. Die von den türkischen Sicherheitskräften vorzeitig aufgedeckten Attentatspläne bezeichnete er als frei erfunden und als "Komplott".
Seit seiner Abschiebung im Oktober sitzt Kaplan in einem türkischen Hochsicherheitsgefängnis ein. Einen erneuten Antrag der Verteidigung auf Freilassung wies das Gericht am Montag ab. Aus Deutschland war der Islamistenführer nach einem langwierigen Rechtsstreit abgeschoben worden.
Am nächsten Verhandlungstermin, dem 30. Mai, soll die Verteidigung ihr Plädoyer halten. Für den Hochverratsprozess in Istanbul hatte die türkische Justiz insgesamt 13 Verfahren zusammengeführt, die gegen Kaplan in der Türkei eingeleitet worden waren.
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