Washington - Es werde kein Disziplinarverfahren gegen die US-Soldaten geben, berichtete CNN. Ihnen ist laut einer amerikanischen Militäruntersuchung kein Fehlverhalten vorzuwerfen. US-Fernsehsender berichteten unter Berufung auf hohe Pentagon-Beamte, nach der Freilassung der entführten Journalistin Sgrena hätten die Italiener ihre Fahrt zum Flughafen offenbar nicht mit dem US-Kontrollpunkt koordiniert.
Der Geheimdienstmitarbeiter Calipari hatte am 4. März die nach einmonatiger Geiselhaft im Irak freigelassene Journalistin zum Flughafen bringen wollen. Dabei wurde das Auto mit den Italienern von US-Soldaten beschossen. Der 52-jährige Calipari kam ums Leben, Sgrena und eine weiterer Beamter wurden verletzt. Nach dem Vorfall hatte Sgrena behauptet, dass die Soldaten grundlos und ohne Vorwarnung das Feuer auf ihren Wagen eröffnet hätten. Außerdem wollte sie nicht ausschließen, dass ganz bewusst auf sie geschossen worden sei.
Ein ranghoher Beamter aus Washington sagte nun, die Soldaten hätten im Großen und Ganzen Anweisungen befolgt. Der Untersuchungsbericht werde sich allerdings kritisch mit der Angemessenheit der einschlägigen Anweisungen auseinander setzen. Dazu gehöre etwa die Frage nach der zulässigen Anwendung von Gewalt.
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