Nahost-Konflikt

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28.04.2005
 

Drohgebärde gegen Iran

USA liefern Bunkerbrecher-Bomben an Israel

Die USA werden an Israel rund 100 so genannte Bunkerbrecher-Bomben verkaufen. Das Geschäft mit den Präzisionsbomben könnte darauf hindeuten, dass Israel einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen vorbereitet.

Bunkerbrecher GBU-28: Sprengkopf explodiert erst unter der Erde
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US Airforce

Bunkerbrecher GBU-28: Sprengkopf explodiert erst unter der Erde

Washington - Der vorgesehene Verkauf werde "die Militärbalance in der Region nicht beeinflussen", hieß es in einer Mitteilung des Pentagons. Außerdem stütze das Geschäft "die Außenpolitik und nationale Sicherheit der USA", weil es helfe, "die Sicherheit eines freundlich gesinnten Landes zu verbessern, das eine wichtige Kraft für den wirtschaftlichen Fortschritt im Nahen Osten war und bleiben wird", heißt es weiter in der Mitteilung des Pentagon.

Israelische Medien zitierten jedoch Militärexperten, die spekulierten, die Lieferung könnte auf die Vorbereitung eines israelischen Angriffs auf iranische Atomanlagen hindeuten. Ein Verkauf der Bomben an Israel müsse in Teheran als Warnung verstanden werden, dass die USA einen Aufstieg Irans zur Atommacht nicht zulassen würden, sollten diplomatische Bemühen fehlschlagen, sagte John Pike von der Organisation Globalsecurity.org mit Sitz im US-Staat Virginia.

Die USA liefern 100 Präzisionsbomben vom Typ GBU-28 sowie damit verbundenen Dienstleistungen im Gesamtwert von 30 Millionen Dollar. Die Bomben, die vom Rüstungskonzern Lockheed Martin hergestellt werden, können von den israelischen F-15-Militärmaschinen abgeworfen werden. Nach Angaben des Pentagon dringen diese Bomben in besonders verstärkte Kommandozentren tief unter der Erdoberfläche ein, ehe der Sprengkopf in den unterirdischen Anlagen explodiert.

Im Januar hatte US-Vizepräsident Dick Cheney vor einem möglichen Angriff Israels auf Iran gewarnt. Israel hatte hatte die Spekulationen zurückgewiesen, Iran durch einen Militärschlag vom Bau einer Atombombe abhalten zu wollen. Israels Ministerpräsident Ariel Scharon hat kürzlich gesagt, sein Land plane keinen Angriff auf Iran. In einem anderen Interview sagte er jedoch: "Natürlich ergreifen wir alle Vorsichtsmaßnahmen und Schritte, um uns zu verteidigen."

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