Aufgabe der geheimen Truppe, die nach dem schweren Terroranschlag in Madrid im Frühjahr 2004 innerhalb der normalen Polizei gegründet worden sein soll, sei unter anderem der Schutz des Papstes gewesen, verlautete weiter. Wie die römische Zeitung "La Repubblica" heute berichtete, wurden bereits drei Verdächtige festgenommen. Gegen mindestens 24 weitere laufen die Ermittlungen.
Justizminister Giuseppe Pisanu habe drei Beamte vom Dienst suspendiert. Die Parallel-Polizei unter dem Namen "Abteilung für strategische Anti-Terror-Studien" habe wie eine Art Geheimdienst innerhalb der normalen Einheiten operierten. Zwei der führenden Drahtzieher seien Angehörige der Polizei, die rechtsradikalen Kreisen angehören sollen, hieß es weiter. Die Parallel-Einheit sei durch Regierungsgelder finanziert worden und habe aus den offiziellen Polizeieinheiten vertrauliche Informationen erhalten.
Den Festgenommenen, die unter Hausarrest gestellt wurden, werde laut Medienberichten unter anderem Amtsanmaßung und die unerlaubte Benutzung von Regierungsinformationen vorgeworfen. Die Fahnder seien der illegalen Parallel-Einheit im vergangenen Jahr auf die Spur gekommen, als sie die Entführung und die Ermordung des Italieners Fabrizio Quattrocchi im Irak untersucht hätten.
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