Tony Blair steht unter Erfolgsdruck. Der 52-jährige Gastgeber will sich bei den von ihm gesetzten Gipfelthemen Klimaschutz und Entwicklungshilfe feiern lassen. Angesichts der teilweise konträren Positionen wird er bei seinem neunten Gipfel Verhandlungsgeschick beweisen müssen. Dabei werden ihn insbesondere die Europäer genau beobachten, hat Blair doch vergangenen Freitag die Präsidentschaft auch in der EU übernommen, die nach den gescheiterten Verfassungsreferenden und dem Streit um die Finanzen in einer tiefen Krise steckt.
Die Briten haben einen "Marschall-Plan für Afrika" im Sinn. Dieser sieht vor, dass die G8 ihre Afrikahilfen bis 2010 auf 50 Milliarden Dollar jährlich verdoppeln und bis 2015 auf 75 Milliarden verdreifachen. Alle G-8-Staaten sollten sich verpflichten, ihre Entwicklungshilfe auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts aufzustocken.
Blair zeigt sich - wie schon beim EU-Gipfel - als strenger Verfechter eines Abbaus der Agrarsubventionen.
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