Für den Bundeskanzler könnte es die Abschiedsvorstellung im Kreis der Mächtigen der Welt sein. Der 61-Jährige reist zu seinem siebten Gipfel, kurz nachdem ihm der Bundestag das Misstrauen ausgesprochen hat. Die G-8-Bühne gibt dem Kanzler Gelegenheit, beim Wahlvolk zu punkten: Schröder hofft auf internationales Lob für sein in Deutschland umstrittenes Reformprogramm und auf Fortschritte im Bemühen um einen ständigen Sicherheitsratssitz Deutschlands. Der Kanzler wird außerdem versuchen, seine Kollegen für den Kampf gegen den hohen Ölpreis zu mobilisieren.
Deutschland bekennt sich zu den so genannten Milleniumszielen. Diese sehen eine Halbierung des Anteils der Armen und Hungernden an der Weltbevölkerung bis zum Jahr 2015 vor. In der Entwicklungszusammenarbeit mit Afrika ist Deutschland der fünftgrößte Geber mit 1,8 Milliarden Euro pro Jahr. Weltweit gibt Deutschland 7,5 Milliarden Dollar.
Die Bundesregierung verknüpft bisher einen Schuldenerlass mit der Bedingung, dass die davon profitierenden Länder militärische Konflikte und Bürgerkriege beenden müssen.
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