Bagdad - Ein Selbstmordattentäter steuerte sein mit Sprengstoff bepacktes Auto gestern Morgen in die Nähe eines Militärfahrzeugs und brachte es dort zur Explosion, wie ein Sprecher der US-Streitkräfte mitteilte.
Zwei US-Soldaten und mehrere Passanten wurden verletzt. Die Explosion setzte ein benachbartes Haus in Brand. Ein Augenzeuge berichtete, US-Soldaten seien vor der Explosion ins Viertel al-Dschedidah gekommen, um Bewohner vor einem bevorstehenden Anschlag zu warnen. Kinder seien zu den US-Soldaten gelaufen, die Süßigkeiten verteilt hätten. Plötzlich sei ein Auto aus einer Seitenstraße gekommen. Dessen Fahrer habe sich in die Luft gesprengt.
Viele der toten und verletzten Kinder wurden ins Kindi-Krankenhaus von Bagdad gebracht, wo sich verzweifelte Angehörige einfanden. Weinende Frauen schlugen sich zum Zeichen ihrer Trauer ins Gesicht und auf den Kopf. "Ich war zu Hause, als ich die Explosion hörte", sagte Abu Hamed, dessen zwölfjähriger Sohn Mohammed bei dem Anschlag getötet wurde. "Ich rannte auf die Straße, um nach meinem Sohn zu schauen. Ich fand nur sein Fahrrad. Ich lief zum Krankhaus. In der Leichenhalle erkannte ich ihn an seinem Gesicht. Der übrige Körper war vollkommen verkohlt." Hussein Radi trauert um seinen elfjährigen Sohn. "Die, die das gemacht haben, sind keine Widerstandskämpfer, sondern Kriminelle", sagte er. "Warum greifen sie unsere Kinder, Zivilisten, Iraker an?", schrie Hassan Mohammed, der seinen 13-jährigen Sohn Alaa verlor. Radi Hamuds 13-jähriger Sohn hat den Anschlag überlebt, aber er hat beide Beine verloren.
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