Sonntag, 22. November 2009

Politik



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18.07.2005
 

CIA-Skandal

"Time"-Journalist belastet Präsidenten-Berater

Karl Rove, der Berater von US-Präsident Bush, gerät zunehmend unter Druck: Erstmals hat sich der "Time"-Journalist Matthew Cooper zu der Enttarnung einer CIA-Agentin geäußert. Laut Cooper gab Rove entscheidende Hinweise, die den Journalisten auf die Spur der Agentin brachten, nannte aber nicht ihren Namen.

Präsidentenberater Karl Rove: Nie explizit den Namen genannt
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REUTERS

Präsidentenberater Karl Rove: Nie explizit den Namen genannt

Washington - Cooper bestätigte, dass es sich bei seiner anonymen Quelle um Präsidentenberater Karl Rove gehandelt hat. Rove habe jedoch niemals explizit den Namen von Valerie Plame genannt, schrieb Cooper in einem gestern veröffentlichten Artikel des US-Magazins "Time". Er habe Rove im Juli 2003 angerufen, nachdem in der "New York Times" ein Kommentar von Ex-Botschafter und Plame-Ehemann Joseph Wilson erschienen war, in dem dieser die Aussage von US-Präsident George W. Bush anzweifelte, Iraks Ex-Präsident Saddam Hussein habe sich im Niger atomwaffenfähiges Uran beschaffen wollen.

In diesem Gespräch habe Rove deutlich gemacht, dass Wilsons Frau für die "Agentur" arbeite und damit eindeutig den US-Geheimdienst CIA gemeint, schrieb Cooper. Allerdings sei der Name der Agentin niemals gefallen. Roves Anwalt Robert Luskin hatte in der vergangenen Woche gesagt, sein Mandant habe niemals bewusst geheime Informationen verraten und keinem Reporter gesagt, dass Plame für die CIA arbeite. Cooper schrieb weiter, er habe auch mit dem Stabschef von Vizepräsident Dick Cheney, Lewis Libby, über den Fall gesprochen. Auch dieser habe aber niemals den Namen Plames oder ihre Arbeit für die CIA erwähnt.

Plames Ehemann Joseph Wilson hatte die Enttarnung seiner Frau als Racheakt der Regierung für seine regierungskritische Haltung gedeutet. Ein vom Jusitzministerium eingesetzter Sonderermittler versucht nun herauszufinden, wer für die Enttarnung verantwortlich ist. Eine Kollegin Coopers, Judith Miller von der "New York Times", wurde in derselben Angelegenheit in der vergangenen Woche ins Gefängnis geschickt, weil sie darauf bestand, ihre Quellen geheim zu halten. Ein Richter ordnete Beugehaft an, weil Miller die Aufklärung einer möglichen Straftat behindere.

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