New York - Der Uno-Hilfskoordinator Jan Egeland sorgt sich vor allem um 800.000 Kinder, die unter Mangel- und Unterernährung leiden und keinerlei medizinische Betreuung haben. Von ihnen seien 150.000 Kinder unmittelbar vom Tod bedroht, heißt es in einem in New York verbreiteten Aufruf.
Egeland wirft der internationalen Gemeinschaft vor, frühere Aufrufe zu Hilfsaktionen für Niger ignoriert zu haben. Die jetzige Katastrophe habe sich nach der Heuschreckenplage im vergangenen Jahr und einer Dürre bis weit in diesen Sommer lange abgezeichnet. "Wir hätten dies verhindern können, haben es aber unterlassen", sagte Egeland zu der humanitären Krise in Niger, einem der ärmsten Länder der Welt.
Humanitäre Helfer beklagten, dass nach der Tsunami-Katastrophe die Öffentlichkeit informiert wurde und die Menschen mit einer hohen Spendenbereitschaft reagiert haben. Dies sei in Niger nicht der Fall, obwohl es sich um eine gewaltige Katastrophe handle.
Die Vereinten Nationen hatten die Welt zuletzt im Frühjahr um Spenden für Niger in Höhe von 16 Millionen Dollar gebeten. Doch nur eine Million ging ein. Inzwischen werde Nothilfe für 30 Millionen Dollar benötigt, um die Not von bis zu 3,6 Millionen Menschen, etwa jedem dritten Einwohner von Niger, zu lindern.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH