Berlin - "Der Kanzler kümmert sich intensiv um die Hilfe, die er angeboten hat", sagte Regierungssprecher Béla Anda heute in Berlin. Anda verwies darauf, dass US-Präsident George W. Bush das deutsche Angebot in einer öffentlichen Erklärung im Grundsatz angenommen habe. Nun gehe es darum, die Hilfe so zu koordinieren, "dass man Menschen, die wirklich bedürftig sind, auch erreicht". "Deutschland ist hierzu bereit", bekräftigte Anda das am Vortag von Schröder und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) übermittelte Hilfsangebot.
Gerhard Schröder sagte die geplante Teilnahme an einem Kongress zu Ganztagsschulen heute Vormittag in Berlin ab, um sich um die Koordination der Unterstützung kümmern zu können. Er beriet über die Hilfe mit Fischer, Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD). Die von Deutschland angebotene Hilfe umfasst nach Angaben der Bundesregierung das Bereitstellen von Notunterkünften, Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und Hilfen bei der medizinischen Versorgung, soweit dies gewünscht sei.
Die US-Bürger sollten wissen, dass in einer solchen Situation "Deutschland wirklich fest an ihrer Seite steht" und alles tun werde, "um die Hilfe zu organisieren, die erstens gewünscht ist und die uns zweitens möglich ist", hatte Schröder gestern in Berlin gesagt. Der Kanzler räumte ein, natürlich verfügten die USA über gewaltige eigene Ressourcen. Wenn jedoch in dem einen oder anderen Fall Hilfe nötig sei, wolle Deutschland helfen. Fischer telefonierte deswegen mit seiner US-Kollegin, Außenministerin Condoleezza Rice. Dabei bedankte sich laut Auswärtigem Amt auch Rice und sagte, dass sie nicht zögern werde, auf das Angebot der Bundesregierung zurückzukommen.
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