Havanna - Castro erweiterte sein ursprüngliches Hilfsangebot sogar. Mittlerweile seien knapp 1600 Ärzte einsatzbereit. Zuvor hatte er den USA Unterstützung durch 1100 kubanische Mediziner angeboten. Er bot zudem an, 36 statt wie bisher 26 Tonnen Hilfsgüter in die Katstrophengebiete zu schicken.
"48 Stunden sind vergangen, ohne dass wir eine Antwort auf unser Angebot bekommen haben. Wir werden so viele Tage wie nötig geduldig warten", sagte der Diktator. Die Ärzte seien am Wochenende nach Havanna gekommen und könnten jederzeit in die USA aufbrechen. Politische Feindschaft sollte bei derartigen Krisen keine Rolle spielen, sagte Castro.
US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte sich am Freitag in Washington ausdrücklich für die Anteilnahme der internationalen Gemeinschaft bedankt. Es seien Angebote von armen und reichen Ländern ebenso wie solche von Freunden und Kritikern der USA eingegangen. Washington hatte auch nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ein Hilfsangebot aus Havanna abgeschlagen. Kuba seinerseits lehnte nach dem Durchzug des Hurrikans "Dennis" im Juli Hilfen der USA in Höhe von 50.000 Dollar (knapp 40.000 Euro) ab.
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