Hamburg - Wie das Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet, deuten nun auch weitere Indizien darauf hin, dass Amerikanern das Geheimdienstcamp nahe des Ortes Kiejkuty als Stützpunkt dient. Nach Aussagen eines hochrangigen polnischen Geheimdienstoffiziers aus Kiejkuty lebten Amerikaner für jeweils mehrere Monate schon seit fünf oder sechs Jahren auf dem Gelände. Damals sei auch innerhalb des etwa drei Kilometer langen und eineinhalb Kilometer breiten Camps eine abgeschirmte innere Zone angelegt worden: gut 100 Meter lang, etwa 50 Meter breit, geschützt von Stacheldrahtzaun und einer 3 Meter hohen Mauer.
Gewöhnliche polnische Geheimdienst-Mitarbeiter hätten dazu keinen Zutritt, wohl aber die US-Amerikaner. Auf dem Lagergelände parkten zudem Kleinwagen mit verdunkelten Scheiben - eben solche Modelle, von denen Mitarbeiter des Flughafens Szymany dem "Stern" schon zuvor berichtet hatten, sie seien immer zu den CIA-Flugzeugen vorgefahren, die am Ende der Rollbahn des Flughafens von Szymany mit laufenden Motoren warteten.
Das Geheimdienstlager Kiejkuty liegt etwa zehn Kilometer vom Flughafen Szymany im Nordosten Polens. 1968 plante die Sowjet-Armee von hier die Niederschlagung des Prager Frühlings.
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