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03.02.2006
 

Karikaturen-Streit

Annan fordert Respekt vor Religionen

Kofi Annan hat sich in den Streit um Karikaturen des Propheten Mohammed eingeschaltet. Die Pressefreiheit sollte keine Ausrede sein, um Religionsgemeinschaften zu beleidigen, sagte der Uno-Generalsekretär.

New York - Annan sei "betroffen", sagte Uno-Chefsprecher Stephane Dujarric. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen vertrete die Ansicht, dass "die Pressefreiheit immer in einer Weise angewendet werden sollte, die den Glauben und die Lehren aller Religionen vollständig respektiert". Annan halte es auch für wichtig, Missverständnisse und Animositäten zwischen Menschen von unterschiedlichem Glauben und kultureller Tradition durch friedlichen Dialog und gegenseitigen Respekt auszuräumen.

Annan: "Betroffen" über Karikaturenstreit
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DPA

Annan: "Betroffen" über Karikaturenstreit

Die dänische Zeitung "Jyllands-Posten" hatte die umstrittenen Mohammed-Karikaturen im September abgedruckt. Mittlerweile hat sich das Blatt dafür entschuldigt, Anstoß erregt zu haben. Gleichzeitig steht die Zeitung zu der Entscheidung, die Karikaturen abgedruckt zu haben.

Eine der Zeichnungen zeigte den Stifter des Islams mit einem wie eine Bombe geformten Turban. Zeitungen in Deutschland, Frankreich, Spanien, der Schweiz und Ungarn haben die Karikaturen in dieser Woche nachgedruckt und darauf bestanden, die Pressefreiheit sei wichtiger als die Proteste und Boykotte, die die Zeichnungen ausgelöst hätten.

Vor dem Hintergrund der eskalierenden Proteste gibt es in Dänemark inzwischen Diskussionen um die Aufenthaltsgenehmigungen von Imamen der islamischen Gemeinden. Dies erklärten übereinstimmend Sprecher der rechtsliberalen Partei von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen, seines konservativen Koalitionspartners und der rechtspopulistischen DVP. Die Imame hätten durch die Organisierung von Protesten gegen die Karikaturen in arabischen Ländern den Interessen Dänemarks massiv geschadet. Deshalb müsse man jetzt oder nach Ende der derzeitigen Protestwelle die Grundlage für die jeweiligen Aufenthaltsgenehmigungen überprüfen.

Neben der seit vergangener Woche erfolgten Abberufung von Botschaftern aus Saudi-Arabien, Kuweit, Libyen und Syrien und den massiven Straßenprotesten ist Dänemark auch von einem umfassenden Käuferboykott in der arabischen Welt betroffen. als/reuters/AFP/dpa

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