Moskau - Wladimir Putin, früher selbst KGB-Agent, verlangte bei einem Besuch in der Zentrale des Inlandsgeheimdienstes FSB ein brutales Vorgehen gegen Terroristen im eigenen Land. "Man muss die Höhlen finden und sie (die Terroristen) wie Ratten vernichten", sagte Putin. Es sei nötig, "gezielt am richtigen Ort zuzuschlagen". Der FSB müsse im Kampf gegen mutmaßliche Terroristen im Nordkaukasus zudem "analytischer und überlegter" vorgehen, betonte der Kremlchef nach Angaben der Nachrichtenagentur Interfax.
Putin hatte bereits mehrfach mit drastischen Ausdrücken zur Bekämpfung der tschetschenischen Rebellen aufgerufen, die die russische Regierung meist als "Terroristen" oder "Banditen" bezeichnet. Nach einer Reihe von Anschlägen in Moskau im September 1999 hatte Putin angekündigt, Terroristen sogar auf dem "Klo kaltzumachen". Diese und ähnlich vulgäre Äußerungen ließen Putins Beliebtheit in der Bevölkerung Umfragen von Soziologen zufolge ansteigen. Bei den Anschlägen waren mehr als 300 Menschen getötet worden. Die russischen Behörden machten Tschetschenen verantwortlich.
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