Mittwoch, 10. Februar 2010

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Nahost-Konflikt

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09.02.2006
 

Nahost

Hamas will im Karikaturen-Streit vermitteln

Die radikale Palästinenserorganisation Hamas will im aufgeheizten Streit nach dem Abdruck von Mohammed-Karikaturen zwischen dem Westen und islamischen Ländern vermitteln. Russlands Präsident Putin hat angekündigt, die Hamas-Führung nach Moskau einzuladen.

Doha - Die Hamas sei bereit, sich für eine Beruhigung der Situation zwischen muslimischen und westlichen Ländern einzusetzen, sagte Hamas-Führer Chaled Maschaal bei einem Besuch in der katarischen Hauptstadt Doha. Im Gegenzug müsse der Westen den "Beleidigungen der Gefühle der Muslime" ein Ende setzen. Die westliche Presse spiele mit dem Feuer, wenn sie die umstrittenen Karikaturen immer von Neuem veröffentliche.

Maschaal forderte Europa und die USA auch auf, ihre finanzielle Unterstützung für die palästinensische Autonomiebehörde nicht einzustellen. Zugleich sagte er, dass die Bewegung weder einen Gewaltverzicht erklären noch Israel anerkennen werde. "Hamas kann seine Prinzipien niemals gegen Geld eintauschen", sagte Maschaal.

Nachdem der Abdruck der Karikaturen in der dänischen Zeitung "Jyllands Posten" bekannt geworden war, hatte die Hamas noch im Januar die islamischen Staaten zu einem Boykott dänischer Produkte aufgerufen und Strafmaßnahmen gegen das "unverantwortliche Verhalten" Dänemarks gefordert.

Die Organisation hatte bei der Parlamentswahl in den Palästinensergebieten am 25. Januar die absolute Mehrheit errungen und die bislang regierende Fatah-Bewegung auf den zweiten Platz verwiesen. Die EU und die USA betrachten die Hamas als Terrororganisation.

Der russische Präsident Wladimir Putin will die Führer der radikal-islamischen Hamas-Bewegung zu Gesprächen über den Nahost-Friedensprozess nach Moskau einladen. Das kündigte Putin in Madrid auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem spanischen Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero an.

Putin rief zudem dazu auf, den Sieg der Hamas bei den palästinensischen Wahlen zu respektieren. Dies sei eine demokratische Entscheidung gewesen. Nun müsse eine Lösung gefunden werden, die sowohl Palästinenser und Israelis als auch die internationale Gemeinschaft akzeptieren könnten. Russland gehört mit der Uno, den USA, und der EU zum so genannten Nahostquartett, das sich für einen Frieden in der Region stark macht.

asc/AFP/dpa/AP

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