Teheran - Die dominierenden Kräfte hätten unheilvolle Pläne, mit denen sie etwa die Unsicherheit im Land vergrößern und religiöse Konflikte auslösen wollten, hieß es in einer heute im iranischen Fernsehen verlesenen Erklärung Ajatollah Ali Chameneis, dem geistlichen Oberhaupt Irans. "Das heutige Verbrechen in Samarra fügt den üblen Taten der irakischen Besatzer ein neues Kapitel hinzu."
Chamenei rief zugleich die Schiiten auf, keine Rache an sunnitischen Muslimen zu nehmen. "Es gibt definitiv einige Verschwörungen, um die Schiiten zu Anschlägen auf Moscheen und andere Einrichtungen zu verleiten, die von den Sunniten verehrt werden." Dabei helfe jeder Schritt in diese Richtung den Feinden des Islam und verstoße gegen das islamische Recht, die Scharia.
Rund 90 Prozent der iranischen Bevölkerung sind Schiiten.
Extremisten hatten heute eines der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten im Irak in die Luft gesprengt und damit Befürchtungen vor dem Ausbruch eines Bürgerkriegs in dem Land ausgelöst. Der Anschlag auf eine Grabstätte zweier Imame in Samarra hatte in zahlreichen Städten zu wütenden Protesten und auch zu Rache-Akten gegen sunnitische Einrichtungen geführt.
phw/Reuters
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